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LifeOnMars

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21

Donnerstag, 20. August 2009, 13:56

Jetzt hab ich ihn endlich gesehen, den REGENBOGEN! 8o

Ist aber wirklich nur schwach zu erkennen.


Übrigens Genes Spruch: "Zunge aus der Politesse!" finde ich genial. LOL
My name is Sam Tyler. DCI Sam Tyler.
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Because one minute I was in 2006, the next I'm in 1973!!!
So the question now is: What happened? Why am I here?

22

Samstag, 22. August 2009, 10:30

Hallo,

nachdem ich nach der letzten Folge "Gesprächsbedarf" hatte, habe ich dieses Forum entdeckt. Ich war nämlich von der letzten Folge enttäuscht.

Ihr habt sie fast alle als "genial" bezeichnet. Ich fand die Serie insgesamt auch genial. (Das liegt nicht nur an der raffinierten Story. Wenn man in den Siebzigern aufgewachsen ist, hat man auch einen Riesenspaß, jedes Riff schnell zu identifizieren "Ah - Easy Livin'" "Oh - Whisky in the Jar" 8)). Auch die letzte Folge fand ich bis zum "Erwachen" genial, insbesondere die Friedhofsszene.

Der Schluss gefiel mir dann aber nicht mehr.

Denn nach dem Erwachen war ich besonders gespannt darauf, was von den Siebzigern in der Realität auch stimmte.

Sam würde sich ja bestimmt viele Fragen stellen:
  • Geht es Maya wirklich gut? Ist die Auflösung des auslösenden Falls aus der ersten Folge in den Siebzigern auch in der Realität richtig?
  • Haben Hunt & Co existiert oder nur in meiner Koma-Fantasie?
  • Ist mein Vater tatsächlich ein Mörder?
  • War das wirklich Mayas Mutter oder nur Fantasie?
Nichts von alledem wurde auch nur ansatzweise betrachtet oder aufgelöst. Das fand ich sehr enttäuschend.

Auch sonst war es sehr merkwürdig. Hat Sam nach dem Erwachen keinen Besuch bekommen? Hat Maya nicht Kontakt zu ihm aufgenommen? Sie wollte nicht mehr am Koma-Bett stehen, aber den erwachten Sam hätte sie bestimmt besucht.

Warum wurde überhaupt nichts davon gezeigt, wie Sam wieder in sein Büro kommt, wie er und seine Kollegen, insbesondere Maya darauf reagieren?

Statt dessen nur diese langweilige Diskussion, die ihn dann hinaustreibt.

Und zum Schluss der Sprung. Der sollte ihn zerschmettern und töten, statt dessen bringt er ihn zurück in die Siebziger.

Alles sehr unlogisch.

Es gibt mE nur eine logische Erklärung. Sam hat das Erwachen nur im Koma geträumt und ist mit dem Sprung wieder tiefer ins Koma gefallen. Da passt alles und man könnte gut eine Staffel folgen lassen.

Da es aber keine weitere Staffel geben wird und hier auch schon von Kennern von A2A begründet wurde, dass diese Erklärung doch nicht möglich ist, lässt mich das alles sehr ratlos zurück.

Gruß, Horst

axel01

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23

Samstag, 22. August 2009, 11:54

Zitat

Es gibt mE nur eine logische Erklärung. Sam hat das Erwachen nur im Koma geträumt(...)
Da es aber keine weitere Staffel geben wird und hier auch schon von Kennern von A2A begründet wurde, dass diese Erklärung doch nicht möglich ist, lässt mich das alles sehr ratlos zurück.
Zu dem Schluss, dass das Erwachen nur geträumt ist, bin ich auch gekommen, und das, obwohl ich alle Folgen von Ashes To Ashes gesehen habe, mich also als Kenner von A2A bezeichnen darf. Was vieleicht dagegen spricht ist, dass DI Alex Drake von dem Fall und von den Berichten von Sam Hunt weiß, was ja eigentlich nicht kann, wenn Sam gar nicht erwacht ist, wenn sein Erwachen nur geträumt war.
[spoiler]Das Erwachen der Alex Drake in der letzten Episode der zweiten Staffel von A2A wirkt ebenfalls sehr unwirklich![/spoiler]
Es müsste also irgendeine andere Verbindung zwischen den beiden geben, damit sie davon weiß.
Ich bin gespannt wie und ob das in der 3. noch nicht abgedrehten A2A dann aufgelöst wird.

:huh:
wakey wakey Drakey!
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LifeOnMars

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24

Samstag, 22. August 2009, 19:19



Sam würde sich ja bestimmt viele Fragen stellen:
  • Geht es Maya wirklich gut? Ist die Auflösung des auslösenden Falls aus der ersten Folge in den Siebzigern auch in der Realität richtig?
  • Haben Hunt & Co existiert oder nur in meiner Koma-Fantasie?
  • Ist mein Vater tatsächlich ein Mörder?
  • War das wirklich Mayas Mutter oder nur Fantasie?
Nichts von alledem wurde auch nur ansatzweise betrachtet oder aufgelöst. Das fand ich sehr enttäuschend.

Auch sonst war es sehr merkwürdig. Hat Sam nach dem Erwachen keinen Besuch bekommen? Hat Maya nicht Kontakt zu ihm aufgenommen? Sie wollte nicht mehr am Koma-Bett stehen, aber den erwachten Sam hätte sie bestimmt besucht.

Warum wurde überhaupt nichts davon gezeigt, wie Sam wieder in sein Büro kommt, wie er und seine Kollegen, insbesondere Maya darauf reagieren?



Alle Punkte, alle Fragen, die du aufzählst, hab ich mir auch gestellt, nachdem die Serie zu Ende war.
Und ja, es ist auf der einen Seite enttäuschend keine Antworten auf diese Fragen zu bekommen, auf der anderen Seite boten sie jedem Fan natürlich die Möglichkeit, dass Ende so zu interpretieren, wie er es für richtig empfindet. Viele Fans haben ihre Ideen als Fan Fiction verwirklicht.

Es gibt genügend Fans, die Ashes to Ashes nicht als Nachfolgeserie zu Life on Mars sehen und deshalb bei ihrer Theorie bleiben, dass Sam sein Erwachen nur geträumt hat und dass sein Sprung der Augenblick war, wo er (in seinem Krankenhausbett/auf dem Operationstisch) gestorben ist.
Es gibt auch etliche Fans für die die 16. Folge nicht existiert. Sie sind so verbittert, dass Sam Selbstmord begangen hat, dass das Ende für sie wie ein Schlag ins Gesicht ist.
Das wäre dann die Anti-Rainbow Fraktion.

Fest steht, dass die Macher der Serie lange überlegt haben, ob es eine 3. Staffel geben soll. Letztendlich davon abgebracht haben dürfte sie John Simm, der auf keinen Fall weitere sechs Monate von seiner Familie getrennt bleiben wollte.
Dann wurde überlegt die zweite Staffel da enden zu lassen, wo Sam im Tunnel steht und das weiße Licht kommt. Das Ende wollten sie dann in einem Zweiteiler machen. Die Lösung hätte ich nicht schlecht gefunden, da man Sam mehr Zeit in 2006/2007 hätte geben können. Man hätte gesehen wie er in die Reha kommt, man hätte Gespräche mit seiner Mutter, Tante und Maya sehen können und wie er sich langsam wieder in seinen Alltag zurückarbeitet. Doch (leider) hat man sich dann dafür entschieden alles innerhalb der 16 Folgen zu beenden. Und deswegen sieht man Sams Genesung quasi im Zeitraffer.

Aber auch wenn es dieses Special gegeben hätte, wäre es darauf hinausgelaufen, dass Sam sich im 21. Jahrhundert nicht mehr wohl fühlt, dass er sich nicht mehr als Teil dieser Welt sieht und dass er am Ende wieder im Jahr 1973 landet.
Wenn man sich die Serie also als Sams Reise und zwar nur als Sams Reise vorstellt, dann ist es verständlich, dass wir, als er wieder aufgewacht ist, nicht sehen, wie er nach den anderen sucht. Wir sollen nur Sams Isolation wahrnehmen und uns wünschen, dass er glücklich wird.

Und das wird er ja am Ende. :)
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25

Sonntag, 23. August 2009, 02:01

Dann wurde überlegt die zweite Staffel da enden zu lassen, wo Sam im Tunnel steht und das weiße Licht kommt. Das Ende wollten sie dann in einem Zweiteiler machen. Die Lösung hätte ich nicht schlecht gefunden, da man Sam mehr Zeit in 2006/2007 hätte geben können. Man hätte gesehen wie er in die Reha kommt, man hätte Gespräche mit seiner Mutter, Tante und Maya sehen können und wie er sich langsam wieder in seinen Alltag zurückarbeitet.





Hätte ich auch besser gefunden... :|



Mfg Chris Skelton 8 d

26

Montag, 24. August 2009, 14:49

und dass sein Sprung der Augenblick war, wo er (in seinem Krankenhausbett/auf dem Operationstisch) gestorben ist.

Der Augenblick kann es nicht sein, denn dann hätte er nicht in 1973 weiterleben können, zumindest eine Zeit lang.

Zitat

Letztendlich davon abgebracht haben dürfte sie John Simm, der auf keinen Fall weitere sechs Monate von seiner Familie getrennt bleiben wollte.

Da kann ich ihn als Familienmensch gut verstehen. Sehr schade! Er ist ein guter Schauspieler, auch in "Mord auf Seite 1".

Zitat

Man hätte gesehen wie er in die Reha kommt, man hätte Gespräche mit seiner Mutter, Tante und Maya sehen können und wie er sich langsam wieder in seinen Alltag zurückarbeitet. Doch (leider) hat man sich dann dafür entschieden alles innerhalb der 16 Folgen zu beenden. Und deswegen sieht man Sams Genesung quasi im Zeitraffer.

Es hätte ja nicht extrem ausführlich sein müssen, aber zumindest der Bogen zur ersten Folge hätte hergestellt werden müssen, um den Kreis zu schließen. Ich hätte nicht für möglich gehalten, das auf die Ausgangssituation mit keinem Wort mehr eingegangen wird.

Zitat

Aber auch wenn es dieses Special gegeben hätte, wäre es darauf hinausgelaufen, dass Sam sich im 21. Jahrhundert nicht mehr wohl fühlt, dass er sich nicht mehr als Teil dieser Welt sieht und dass er am Ende wieder im Jahr 1973 landet.

Warum auch nicht?

Gruß, Horst

axel01

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27

Montag, 24. August 2009, 15:00


und dass sein Sprung der Augenblick war, wo er (in seinem Krankenhausbett/auf dem Operationstisch) gestorben ist.

Der Augenblick kann es nicht sein, denn dann hätte er nicht in 1973 weiterleben können, zumindest eine Zeit lang.


meinst du? Dann gehst du davon aus, dass es das Leben in 1973 von dem in 2006 abhängig ist. Wenn aber das 1973-Leben real ist, kann es eine von Leben in 2006 unabhängige Existenz haben.

Zitat



Zitat

Aber auch wenn es dieses Special gegeben hätte, wäre es darauf hinausgelaufen, dass Sam sich im 21. Jahrhundert nicht mehr wohl fühlt, dass er sich nicht mehr als Teil dieser Welt sieht und dass er am Ende wieder im Jahr 1973 landet.

Warum auch nicht?
Ja genau! Ich weiß noch wie ich beim ersten Sehen auch sofort sagte: "Ich wäre auch 1973 geblieben!"



:D
wakey wakey Drakey!
come on you weren't THAT shot!

28

Donnerstag, 27. August 2009, 17:05

Hi!

ich werde mir jetzt nicht alles durchlesen, da ich nicht zu Ashes to Ashes gespoilert werden möchte, Wissen darüber wird ja hier in diesem Thread ja leider schon eingebracht...

Nun, Sam fühlt nichts in 2006. Warum? Vielleicht liegt es am Tumor, auch wenn er gutartig ist? Maya war auch schon weg, wenn man seinen 73er-Visionen Glauben schenken darf. Und nein, er wollte anscheinend gar nichts aufklären, einfach nur zurück, seine Freunde nicht im Stich lassen, die er ja damals hatte und nicht jetzt.

Nachvollziehbar. Auch dass für den Zuschauer dieses Ende sehr befriedigend ist, da wir auch nur die 73er-Leute kennen und lieben gelernt haben. Niemanden (außer vielleicht Maya) aus der Zukunft. So ist das Ende wirklich passend und stimmig.

War einer von den beiden Morgans (Polizist oder Chirurg) vielleicht nicht (mehr) real. Der Polizist ist doch einfach so verschwunden, als Sam im Tunnel stand, oder?

Ja, das Radio. Diese Visionen zeigen mMn deutlich, dass Sam in der Vergangenheit eine Verbindung zu seinem im Koma liegenden Körper in der Zukunft hat. Sams Wissen über die Zukunft und das gezeigte kann er sich nicht ausgedacht haben. Die Leute haben sich 2000+ früher anders vorgestellt, als es ist (Siehe Zurück in die Zukunft, Strange Days und etliche mehr). Das wäre ziemlich schräg.

Ich denke, er liegt wieder im Koma. Ob 1973 jetzt real ist (wäre leicht rauszufindne gewesen, starb Annie bei der ersten Version nicht durch die Hand von Sams Vater? Er hat die Zunkunft sicher verändert, wenn diese Vergangenheit denn real ist. Ich denke, beide Zeiten sind irgendwie real.

Jedenfalls freue ich mich sehr auf Ashes To Ashes, hoffe die Serie kommt auf deutsch. Wenn nicht, ist die englische Fassung Pflicht.

Zitat

Sowas würde eine amerikanische Serie
nie bringen!
Da muss ich widersprechen. Ich fand z.B. die Enden von Roseanne, Zurück in die Vergangenheit, ST: Deep Space Nine, Babylon 5 und auch von Twin Peaks sehr mutig, gut gemacht und denkwürdig. Ich denke, auch von Lost werde ich nicht enttäuscht.

Dann würde ich eher sagen: So was würde eine deutsche Serie nie bringen ^^

BTW: Ruth Tyler ist hier bei LoM, Rose Tyler war bei Dr. Who :D

29

Dienstag, 8. September 2009, 17:31

Mit leichter Verspätung - ich konnte die 2. Staffel erst jetzt sehen - möchte ich auch ein paar Gedanken zum Finale äußern, nachdem ich sehr interessiert die Theorien anderer Fans las.

Ich denke, die Serie funktioniert deswegen so gut, weil sie bis zum Schluß individuelle Interpretationen zulässt und dem Zuschauer keine "einzig richtige" Interpretation aufoktruyiert.


Die ganze Serie beinhaltet ja diverse Mysterieelemente und ausgehend davon, finde ich auch die Interpretation, die mir am besten gefällt. Ja, Es gab Zeitreisen zwischen 2006 und 1973. Ja, Sam liegt 2006 auf einem OP-Tisch. Er erwacht, fühlt sich fremd und entscheidet sich bewusst (!) für ein Leben in 1973. So sehe ich es. Wie kann das angehen - wenn er doch vom dach springt und sich umbringt...ich verstehe oder empfinde die Serie so, dass es sich beim Serien-2006 um keine lineare Folge des Serien-1973 handelt, sondern auf gewisse Weise um einen komplett anderen Zeitstrahl, einen, der ganz anders entstehen kann als uns unser Hirn erkennen lässt. Mystery eben.

Vielleicht habe ich zu oft Donnie Darko gesehen ;) aber mir gefällt die Deutung am besten, dass sich Sam in 2006 nicht umbringt, sondern durch einen symbolischen Sprung in eine Art Paralleluniversum - eben auf den "vollkommen fremden Planeten" - in die fremde Zeit - springt. Selbst-bewusst, seine alte Identität verlässt und in seine neue überwechselt.

Klar, das Mädchen stellt den Fernseher aus. Und, ja, vermutlich ist Sam in 2006 durch den Sprung gestorben - aber der Mensch hat sich - in meiner Interpretation ;) - gezielt nach 1973 versetzt um dort weiterzuleben. Mit dem Menschen, den er zwischenzeitlich liebengelernt hat und dem Lifestyle , der ihm nun lebendiger und lebenswerter erscheint als sein vertrauter.
Aber das Ausstellen des Fernsehers verstehe ich dann nicht als das "endgültige Ende" von Sam - sondern nur als das Ende seiner 2006-er Existenz. Er ist nun in einer Art Paralleluniversum angekommen und dort glücklich. Kein Selbstmord, sondern eine Art Dimensionstor. Unrealistische Interpretation? Klar, macht aber nichts. Denn es ist TV-Unterhaltung - und mir gefällt diese Vorstellung einfach am besten und ich finde sie innerhalb der uns als Zuschauer gegebenen Informationen auch noch irgendwie begründbar ;)