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1

Freitag, 10. Februar 2012, 19:09

The Walking Dead

The Walking Dead

Einheitsbrei ohne neue Zutaten

Eine Rezension der ersten Folge:

Vom Hörensagen keine schlechte Serie - nein, eigentlich sollte sie sogar richtig gut sein, dachte ich - doch leider hat sie mich nicht vom Hocker gerissen.
Die Anfangssituation ist bereits geklaut. Typ liegt im Koma. Wacht einige Zeit später wieder auf. Alles ist menschenleer. Nur Tote und Untote begegnen ihm.
Es wird überhaupt nichts Neues mit dieser Situation angefangen. Die Handlungen der Hauptfigur sind, wie in so vielen amerikanischen Serien, nicht sehr glaubwürdig. Er schaltet nicht den Fernseher an, versucht keinen Computer hochzufahren oder ein Handy zu checken. Herr Gott, er sucht noch nicht mal nach Zeitungen, um sich Informationen zu verschaffen, was zum Teufel hier los ist!
Auch als er bei sich zu Hause ist, tut er nichts dergleichen. Ich wäre erst mal ins Badezimmer oder an den Kühlschrank gegangen aus offensichtlichen Gründen. Er weiß gar nicht wie lange er im Koma gelegen hat. Waren es drei Wochen, ein Monat, zwei Monate? Wie lange lag er allein in dem Zimmer? Er hatte keine Nahrungssonde, keinen Katheter. Ganz ohne Flüssigkeit hätte er maximal eine Woche durchgehalten und das ist schon großzügig gerechnet.
Er ist Polizist oder besser Hilfssheriff. Der Mann müsste so viele Fragen haben und er stellt keine einzige! Dem Schwarzen hört er zu ohne sich das Gesicht mit Essen vollzustopfen. Dabei müsste Rick zu diesem Zeitpunkt Hunger bis unter die Arme haben.
Auch dass sich die Kleingruppe trennt, ist nicht sehr logisch. Was hat Rick überhaupt an Proviant dabei? Ich habe nur Waffen in seiner Tasche gesehen. Und vom Benzin abpumpen hat er wohl auch noch nichts gehört. Da nimmt man sich ein Stück Schlauch und nimmt sich den Sprit aus den Tank der Autos. Das ist doch keine Hexerei.
Das Pferd auf der Weide war wohl auch ein Tier, was nicht fressen muss, oder wie? Das arme Tier und sein noch ärmeres Ende. Also wirklich.
Erzählerisch gab es etliche Längen in dieser Auftaktfolge. Zudem konnte man immer genau erkennen, wann es eine Werbepause gegeben hat. Das darf nicht sein!
Immerhin sehen die Zombies einigermaßen cool aus. Lob an die Make-up Künstler und die CGI-Leute.

Fazit: Ein sehr bekanntes Thema wird neu aufgegriffen, aber in keiner Weise neu angegangen. Hätte ich diese Serie im Fernsehen gesehen und nicht gerade auf DVD vor mir liegen, hätte ich mir die zweite Folge gar nicht mehr angeschaut.
My name is Sam Tyler. DCI Sam Tyler.
That much I do know! The rest is anyone's guess.
Because one minute I was in 2006, the next I'm in 1973!!!
So the question now is: What happened? Why am I here?

2

Mittwoch, 29. Februar 2012, 14:36

Ich hatte mir auch vor kurzem auch einige Folgen angesehen und der hatte mir an sich ziemlich gut angefangen. Klar ist der Anfang so in der Art schon da gewesen, aber ich denke, dass es wenige andere Möglichkeiten gibt, um einen Charakter so plötzlich mit einer derartig veränderten Situation zu konfrontieren.
Mich hatten zu Anfang die "Längen" gar nicht gestört, weil ich fand, dass näher auf die Charaktere eingegangen wurde und eben nicht nur die Zombie-Situation und Dauersplatter vorherrschte. Aber da diese Erzählweise auch in den späteren Folgen beibehalten wird, ist es zwischendrin auch für mich mehr und mehr langweilig geworden - irgendwann war es dann für mich nicht mehr interessant. Es waren dann einfach zu viele Längen, das setzt sich in der zweiten Staffel leider fort - auch wenn die Serie zwischendrin sehr starke Momente hat.
Was die Handlung einzelner Charaktere betrifft, weiß ich nicht, ob man da unbedingt mit logischem Handeln argumentieren kann. Ich glaube, sich in einer derartigen Situation logisch zu verhalten, dürfte doch eher selten sein. ;)
Ich werd wohl irgendwann mal weitergucken, wenn ich Zeit und Muße habe - aber der starke Eindruck, den ich zu Anfang hatte, ist leider verflogen, interessiert bin ich aber noch immer - nur nicht mehr so stark wie zuvor.
I'm not a psychopath, Anderson, I'm a high-functioning sociopath. Do your research.

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3

Mittwoch, 29. Februar 2012, 21:48

Mir war erst nach dem Schreiben meiner Rezension bewusst, dass die Serie auf einem Comic basiert. Zudem habe ich in einem anderen Forum erfahren, dass die Serie für den deutschen Markt geschnitten wurde. Es kann also sein, dass einige Logiklöcher oder holprige Szenenübergänge nur dadurch zu Stande gekommen sind, weil tatsächlich etwas fehlte.

Dennoch muss ich nach den ersten sechs Folgen sagen, dass ich nicht begeistert bin. Ich werde die Serie nicht weiter verfolgen.
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Donnerstag, 1. März 2012, 12:38

Ich kann's ganz gut nachvollziehen, weil die Längen irgendwann Überhand nehmen. Wenn man irgendwann gähnend vorm TV sitzt und sich fragt, wann mal wieder was passiert, dann ist es nicht ganz das Richtige.
Mir ist es zumindest nach einer Weile so gegangen. Wenn ich's mal irgendwo im Free-TV erwische, guck ich durchaus mal weiter, aber Geld ausgeben werd ich dafür nicht.
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